Das kann sich hören lassen

Der Podcast als unverändert modernes Instrument der Unternehmenskommunikation

Der Podcast erfreut sich in Deutschland schon seit einiger Zeit immer größerer Beliebtheit. Und das nicht nur unter den Hörern. Auch für die PR-Arbeit birgt er großes Potenzial. Doch wie sollten Unternehmen das Audio-Format als PR-Tool nutzen?

 

Der Podcast auf dem Vormarsch

Laut einer aktuellen Studie des Bitkom*1 nutzen 26 Prozent der Deutschen das Audio-On-Demand Format. Tendenz steigend. In unserer schnelllebigen Welt ist das kaum verwunderlich. Egal ob in der Bahn, beim Autofahren oder beim Sport, Podcast-Folgen lassen sich jederzeit und überall ganz einfach über das Smartphone abrufen. Und immer mehr Unternehmen machen sich diesen Trend zu Nutze. Während sich in den USA der Branded Podcast schon fest in die Unternehmenskommunikation etabliert hat, steckt dieser in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Doch steigt die Nachfrage stetig.

Welche Vorteile aber bietet der Podcast für die PR-Arbeit? Er bietet die Möglichkeit, sich mit ausgewählten Botschaften direkt an die anvisierte Zielgruppe zu wenden. Dabei schafft das Medium Audio eine große Intensität, denn meist spricht man via Kopfhörer direkt ins Ohr des Hörers. Bei regelmäßigem Konsum entsteht ein dementsprechend hoher Grad an Vertrautheit zwischen Podcast-Moderator und Publikum, was die Kundenbindung nicht unerheblich fördert. Hat der Zuhörer einmal eingeschaltet, dann bleibt das erfahrungsgemäß auch zukünftig so. Denn: Der Podcast-Hörer ist loyal!

Da 81 Prozent der deutschen Bevölkerung derzeit ein Smartphone besitzen*2, ist der Podcast für fast jedermann leicht zugänglich und konsumierbar. Das erlaubt es einem Unternehmen, seine Geschichte überall und zu jeder Zeit zu erzählen. Durch die Implementierung von Podcasts in die Öffentlichkeitsarbeit eröffnen sich auch neue Distributionswege. Nicht nur über iTunes, auch über Google Play, Spotify, YouTube und viele weitere Plattformen können Podcasts abgerufen werden und sind schnell auf den Social-Media-Plattformen (also Facebook, Twitter, Instagram & Co.) geteilt.

Ein erfolgreicher Podcast muss gut geplant sein

Ein systematisches Vorgehen ist auch bei der Planung von Podcast unabdingbar. Es muss geklärt werden, welche Inhalte man via Audio vermitteln möchte und welche Ziele damit verfolgt werden. Dabei sollte sich ein roter Faden durch die einzelnen Folgen ziehen. Die anvisierte Zielgruppe sowie Experten für potenzielle Interviews müssen ebenfalls vorher festgelegt werden. Auch die Struktur und die Länge des Podcast sind von Bedeutung. Hierbei hat die Bitkom Studie ergeben, dass Zuhörer eher kurze Podcast-Folgen bevorzugen. Unverzichtbar ist die regelmäßige Veröffentlichung, um ein vertrautes Verhältnis zum Hörer zu schaffen. Dabei ist es weniger wichtig, ob man wöchentlich, monatlich oder auch nur vierteljährlich sendet.

Von elementarer Bedeutung ist die Produktionsqualität. Erfahrungen in der Audioproduktion sind hier von Vorteil. Sind diese nicht vorhanden, bietet sich, von der Planung über die Aufnahmen mit professionellem Equipment bis hin zur Nachbearbeitung, eine PR-Agentur mit entsprechendem Know-how als Partner an.

Content muss individuell sein

Bei der Themengestaltung des Podcast und deren Realisierung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Einzige Bedingung: der Podcast unterhält und informiert. Zudem ist immer Authentizität von Nöten So kann man im HR-Bereich beispielsweise den Arbeitsalltag verschiedener Berufsbilder in einzelnen Abteilungen vorstellen. Genauso können neue Produkte präsentiert, Marketing-Kampagnen begleitet oder allgemeine Entwicklungen in der Branche diskutiert und kommentiert werden. Die Vielfalt der möglichen Themen ist groß. Immer aber ist Authentizität von Nöten.

Fazit

Der Branded-Podcast gewinnt für die Unternehmenskommunikation immer mehr an Bedeutung. So kann er zwar die übrige fundierte PR-Arbeit nicht ersetzen, ist aber ein effektives zusätzliches Mittel der Öffentlichkeitsarbeit. Wichtig ist dabei die Professionalität der Produktion des Podcast, vom Konzept bis zur Vermarktung des Endprodukts. Nur wenn die Qualität stimmt, entfaltet ein Podcast auch die gewünschte Wirkung!

Quellen

1) Jeder Fünfte hört Podcasts, Bitkom Research, 2018

2) Acht von zehn Menschen in Deutschland nutzen ein Smartphone, Bitkom Research in Zusammenarbeit mit IDC und GfK, 2019

 

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