Perfekte Landung

Das Credo „Go Digital Or Go Home“ setzt sich auch in diesem Jahr weiter durch. Die Digitalvermarkter verkünden durch die Bank weg gesundes Wachstum. Doch während sich die Onlinestrategen noch darüber streiten, ob nun Programmatic oder Attribution die kommenden Megatrends bestimmt, macht sich in vielen deutschen Marketingabteilungen ein deutlich vernehmbares Schnaufen breit: Zu viele Schnittstellen, komplexe KPI-Modelle und ständige Wirkungsdiskussionen.

 

Online Marketing im Fokus

Es scheint, als würden sich die digitalen Vorreiter auf dem Weg zum 360-Grad-Marketing mit zunehmendem Momentum von den eigentlichen Herausforderungen vieler B2B-geprägter Unternehmen entfernen. Aller Komplexität zum Trotz nimmt auch im B2B Marketing der Bugdetanteil für Online-Maßnahmen beständig zu. Ein Großteil der Unternehmen betreibt mittlerweile einen eigenen Blog, nutzt Social-Plattformen und versendet regelmäßig Newsletter an seine Kunden. Darüber hinaus eröffnet sich ein wahrer Reigen an ergänzenden digitalen Möglichkeiten wie Leadgeneration, Sponsored Content oder jegliche Form des Suchmaschinenmarketings. Ein Element, das gerade bei den ersten Schritten in puncto Online-Kampagnen oft zu kurz kommt, ist die Konzeption der Landingpage. Einige Unternehmen leiten Banner oder Newslettereinträge auch heute noch einfach auf ihre Homepage oder auf Unterseiten ohne klaren Handlungsaufruf und verschenken damit unwissentlich ihr wichtigstes Potenzial: die Conversion.

 

Rollen sie den roten Teppich aus

Als grundlegendes Element jeder Online-Kampagne haben der Aufbau und die Struktur einer Landingpage direkten Einfluss auf die Conversion Rate. Anders als eine Unternehmenswebseite, die einen umfassenden Einblick in ein Unternehmen bieten soll, widmet sich eine Landingpage nur einem bestimmten Themen- oder Lösungsgebiet und besitzt eine klar definierte Aufgabe innerhalb der Customer Journey. Wenn die Homepage das digitale Aushängeschild eines Unternehmens repräsentiert, dann entspricht die Landingpage dem roten Teppich, den man gezielt ausrollt, um aus Webseitenbesuchern treue Kunden zu machen. Die Landingpage soll dabei durch ihre klare Struktur auf ein bestimmtes Conversion-Ziel hinarbeiten, möglichst wenig Absprungmöglichkeiten bieten und gleichzeitig Vertrauen aufbauen. Mögliche Zielsetzungen reichen vom Angebot ein E-Book herunterzuladen über die Einlösung eines Rabatt- oder Bonuscodes bis hin zur Teilnahme an einem Webinar. Alles natürlich gegen Abgabe der Kontaktdaten in Form von Name, Firma und E-Mail-Adresse.

 

Welche Landingpage rankt am besten?

Im Bereich der digitalen Kampagnenführung werden heute etwa eine Hand voll unterschiedlicher Landingpage-Arten eingesetzt. Die wichtigsten sind die Squeeze-Page, die Conversion-Page oder die Splash-Page. Diese Unterarten dienen als digitale Touchpoints für Leadgenerierung und Conversion im klassischen Sinn. Andere Formate wie SEO- oder Sales-Pages erlangen aber auch im Rahmen moderner Ranking-Strategien zunehmend an Bedeutung. So sorgen Content-lastige Landingpages mit längeren Texten und aufwändiger Bebilderung durch den Aufbau von Keyword-Silos für eine nachhaltige Verbesserung der organischen Suchrankings.

Generell gilt, je hochwertiger und komplexer das Produkt, desto mehr Text kann verwendet werden. Am häufigsten kommen Landeseiten jedoch als mehr oder weniger einfach gestaltete Zielseiten für verschiedene digitale Kampagnen zum Einsatz. Als mögliche Trafficquellen dienen hier beispielsweise Banner, Newsletter, Social Posts oder auch Google AdWords.

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